Fachkräftestrategie

Meine Perspektive für Bayern lautet: „Chancen schaffen“. Ich möchte am Leitmotiv der Sozialen Marktwirtschaft „Wohlstand für alle“ anknüpfen und diesen Wohlstand flächendeckend mit Lebensqualität und guten Zukunftsperspektiven für die Menschen in Bayern verbinden. Deshalb sind uns hochqualifizierte und motivierte Fachkräfte in Bayern überaus willkommen. Leistungsträger, die in Bayern neue Heraus­forderungen suchen, schaffen zusätzliche Chancen und Be­schäf­ti­gungs­sicherheit für Andere.

Wir sorgen für Beschäftigung, Wohlstand und Lebensqualität, wenn wir erstklassiges Leistungsvermögen, erfolgreiches Unternehmertum und positive wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen geschickt verknüpfen. In Bayern machen wir uns fit für eine gute Zukunft in Zeiten des demographischen Wandels.

In Bayern haben wir bessere Voraussetzungen als anderswo, um Herausforderungen der Zukunft zu meistern: Der Freistaat verfügt bereits seit 2006 über einen ausgeglichenen Haushalt und solide Finanzen. Auf dieser Basis können wir engagiert und vor allem auch nachhaltig in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes investieren; dies gilt gerade auch für den wichtigen Bereich der beruflichen Bildung.

Parallel dazu haben wir in Bayern schlagkräftige Wirtschafts­organisationen, die mit ihrem Bildungs- und Beratungsangebot sehr hilfreiche Partner für die Unternehmen und deren Arbeitnehmer sind.

Wertvollstes bayerisches Gut: ein gesundes Unternehmertum

Unser wirtschaftlich wertvollstes Gut in Bayern ist ein Unternehmertum, das erfolgreicher ist als anderswo. Das liegt nicht nur an den guten Rahmenbedingungen im Freistaat, sondern auch daran, dass bayerische Unternehmer gemeinsam mit den bayerischen Wirtschafts­orga­ni­sa­tionen diese guten Rahmenbedingungen hervorragend zu nutzen wissen. Während der vergangenen zehn Jahre ist in Bayern das Brutto­inlandsprodukt eineinhalbmal so schnell gewachsen wie im Bundes­durchschnitt; an diesen Erfolg wollen wir für die nächsten zehn Jahre anknüpfen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat in Bayern Mitte 2013 mit über 4,9 Millionen einen neuen historischen Höchststand erreicht. Der Freistaat hat mit 52,3 Prozent die höchste Erwerbstätigenquote unter anderem auch deshalb, weil wir in Bayern über hochwertige sowie zukunftssichere und damit attraktive Arbeitsplätze verfügen.

Das reibungslose Zusammenspiel von Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft hat den Freistaat zu einem führenden High-Tech-Standort gemacht. ©EADS/T.Jullien

Der Freistaat hat seit Mitte der 90er-Jahre 7,3 Milliarden Euro aus Privatisierungserlösen in die Modernisierung der bayerischen Wirtschaft investiert. Damals erfolgten entscheidende Weichenstellungen mit nachhaltiger Strahlkraft. Von diesen Zukunftsinvestitionen profitieren unsere Unternehmen heute. Wir haben mit der nötigen Infrastruktur die Grundlagen für neue, modernste Produktionen gelegt, für neue Technologien und für den Zugang zu neuen Märkten.

Diesen Erfolg werden wir fortschreiben. Neben einer gesunden Kapitalversorgung im Rahmen unserer Mittelstandsfinanzierung wird es dabei verstärkt darauf ankommen, den „Rohstoff Geist“ auf höchstem Niveau zur Verfügung zu haben. Gerade auch an dieser Stelle profitieren unsere Unternehmen von der nachhaltig gesunden Investitionskraft des Freistaats.

Vorsprung Bayern - eine vielversprechende Pole-Position für den Unternehmer

Nur mit einem Blick in die Praxis können sich junge Menschen wirklich ein gutes Bild von einem Beruf machen. © iStockphoto.com/ monkeybusinessimages
Nur mit einem Blick in die Praxis können sich junge Menschen wirklich ein gutes Bild von einem Beruf machen. © iStockphoto.com/ monkeybusinessimages

Der Freistaat ist für Arbeitnehmer besonders interessant: In Bayern verfügen wir von unseren Schulen über unsere Einrichtungen der beruflichen Bildung bis hin zu den Hochschulen über ein hochleistungsfähiges Bildungssystem. Unser gesunder, breit aufgestellter Mittelstand bietet flächendeckend vielfältige und interessante berufliche Chancen. Als Technologiestandort steht Bayern für hochwertige und damit attraktive Arbeitsplätze. Bayern ist Tourismusland Nummer 1 in Deutschland; hier haben wir das Privileg dort zu arbeiten, wo andere Sommer wie Winter gerne Urlaub machen. In puncto „Innere Sicherheit“ sind wir ebenfalls Nummer 1; auch dies bedeutet Lebensqualität insbesondere für unsere Familien. Kurzum: Bayern ist ein hochattraktiver Beschäftigungsstandort; dies verschafft den bayerischen Unternehmen im Wettbewerb um Leistungsträger die Pole-Position.

Durch die demographische Entwicklung sind die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie alle Personalentscheider besonders gefordert. Die Politik sorgt in Bayern für beste Voraussetzungen und günstigste Rahmen­bedingungen. Dafür setzen wir uns mit Nachdruck auch in Berlin und Brüssel ein. Letztendlich wird die Zukunft aber von den Unternehmen und in den Unternehmen gestaltet: Nur unsere Unternehmer haben die nötige Expertise, um ihren Betrieb im weltweit wachsenden Wettbewerb um Leistungsträger demographiefest zu machen.

Bei unseren Unternehmerinnen und Unternehmern kommen Erfahrung in Fragen der relevanten Markttrends und der Wettbewerbssituation, Expertise hinsichtlich der Perspektiven von Forschung und Entwicklung und detaillierte Kenntnis der Personalsituation des Unternehmens zusammen. Dieses Know-How gilt es jetzt im Sinne einer nachhaltigen betrieblichen Fachkräftestrategie in jedem einzelnen Betrieb zu aktivieren und zielgerichtet einzusetzen.

Unterstützung für Personal- entscheider: Der Fachkräftewegweiser

Mit dieser Website und dem Fachkräftewegweiser möchte ich insbesondere den Personalentscheidern von Mittelstand und Handwerk einen personalwirtschaftlichen „Werkzeugkasten“ an die Hand geben. Der Fachkräftewegweiser bietet einen Gesamtüberblick über zentrale Fragestellungen sowie die Lösungsansätze und möglichen Stellschrauben in den vielfältigen, sehr unterschiedlich strukturierten Betrieben. Personalstrategien müssen langfristig ausgerichtet sein und deshalb rechtzeitig auf den Weg gebracht werden. Daher lohnt es sich, diesen „Werkzeugkasten“ jetzt aufzumachen und die demographische Herausforderung im Unternehmen anzupacken.

Herausforderungen als Chance nutzen!

Ziel von Unternehmen, Wirtschaftsorganisationen und Wirtschafts­politik muss es sein, die demographische Herausforderung als Chance zu nutzen: Wer sich im Wettbewerb um Leistungsträger besser positioniert als andere, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die Unternehmerinnen und Unternehmer im Freistaat In Bayern profitieren dabei vom „Vorsprung Bayern“, der ihnen zusätzliche Schubkraft verleiht. Auch dies ist ein wichtiges Element meines Bestrebens, für die Menschen in Bayern zusätzliche, vielversprechende Chancen zu schaffen.

Weitere Informationen

Fachkräftewegweiser herunterladen (3,3 MB)
Hier können Sie den vollständigen Fachkräftewegweiser herunterladen
Exemplar bestellen
Hier können Sie eine gedruckte Version des Fachkräftewegweisers kostenlos bestellen

Die sechs Säulen der bayerischen Fachkräftestrategie

Wir müssen und ohne Vorbehalt jedes Instrument prüfen, das uns einer Problemlösung näher bringt. Daher verfolgen wir in Bayern eine Sechs-Säulen-Strategie, auf die der vorliegende Fachkräftewegweiser aufgebaut ist:

  • Zunächst einmal können mit einer gezielten Gestaltung von Personalbeschaffung und Arbeitgeberattraktivität entscheidende Wettbewerbsvorteile auf dem Arbeitsmarkt genutzt bzw. entwickelt werden. Dabei ist es sinnvoll, auf den traditionellen Stärken des Mittelstands aufzubauen (Säule 1).
  • Eine für Mittelstand und insbesondere für das Handwerk klassische und äußerst wirksame und bewährte Methode zur Deckung des Fachkräftebedarfs ist die duale Berufsausbildung, an die sich später selbstverständlich auch Weiterbildungsmaßnahmen anschließen können und sollen. Daher lautet der zweite Themenkomplex Aus- und Weiterbildung (Säule 2).
  • Überdurchschnittlich große Fachkräftepotenziale gibt es bei
    Frauen, Familiengebundenen, Älteren, Migranten und bei Menschen mit Behinderung. Daher ist es für Arbeitgeber eine erfolgversprechende Strategie, diese besonderen Zielgruppen mit spezifischen Maßnahmen zu erreichen (Säule 3).
  • Zur Deckung des Fachkräftebedarfs kann die internationale Personalsuche ein zusätzlicher Weg der Personalbeschaffung sein. Hier spielen Fragen der Integration und der Gestaltung von Willkommenskultur eine wichtige Rolle (Säule 4).
  • Da nicht nur Fachkräfte, sondern auch Entscheider bzw. Unternehmer selbst älter werden und Nachfolger immer schwerer zu finden sind, ist auch dem Handlungsfeld Unternehmensnachfolge ein eigener Abschnitt gewidmet (Säule 5).
  • Schließlich können Prozessinnovationen maßgeblich dazu beitragen, mit gegebenem Personalstamm mehr bzw. qualitativ besser zu leisten. Gleichzeitig können produktivere, höherwertige Arbeitsplätze entstehen (Säule 6).

Erscheint Ihre Stellenanzeige noch nicht auf unserem Jobportal?

Prüfen Sie, ob Ihre Jobangbote in unserem bayerischen Jobportal erscheinen.Wenn nicht, prüfen wir gerne, ob Ihre Karriereseite automatisch erfasst und aufgenommen werden kann.