Qualifikationen in der eigenen Belegschaft fördern

Berufliche Fortbildung basiert zum größten Teil auf einer beruflichen Erstausbildung und führt schrittweise bis zu höchsten gewerblichen, kaufmännischen und akademischen Qualifikationsnachweisen. Außerdem bietet sie die Möglichkeit eines nachholenden Abschlusses in einem Lehrberuf.

Als Bestandteil der Personalplanung dient berufliche Fortbildung der Entwicklung benötigter Qualifikationen aus der eigenen Belegschaft heraus. Zugleich erhöht sie die Bindung der Arbeitnehmer an ein Unternehmen und steigert ihre Motivation.
Weitere hilfreiche Informationen zur Beruflichen Fortbildung als Bestandteil der Personalplanung finden Sie im Fachkräftewegweiser (S.55). Ein Infokasten informiert über die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats bei der Personalplanung (S. 55-56).

Drei Laboranten vor einem Mikroskop.
Fortbildung bringt nicht nur Arbeitnehmern Vorteile. Unternehmen, die dauerhaft in das Know-how ihrer Beschäftigten investieren, bleiben wettbewerbsfähiger. ©Shutterstock.com/Alexander Raths

Pfade der Fortbildung

Grundsätzlich stehen für die berufliche Fortbildung mit einem Abschluss drei unterschiedlich geregelte Pfade zur Verfügung.
Es gibt:

  • Die Regelung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung
  • Anderweitige Regelungen – meist nach den Vorgaben der Kammern
  • Sonstige spezifisch geregelte Abschlüsse der Fortbildung

Die Entscheidung für einen der Bereiche ist in erster Linie von den Zielen der Fortbildung abhängig.

Im Fachkräftewegweiser finden Sie weitere Informationen zu den Pfaden der Fortbildung. Sie erfahren zudem Wissenswertes über Bildungsträger und gängige Rückzahlungsklauseln (S. 56-57).

Die deutsche Meisterausbildung ist auch im Ausland sehr geachtet. Sie orientiert sich an der Lösung operativer Probleme und verbindet dazu technische und betriebswirtschaftliche Kompetenzen. Außerdem sind Meister berechtigt Azubis handwerklich auszubilden.

Mitarbeiter mit kaufmännischer Berufsausbildung können sich zum Fachkaufmann ausbilden lassen. Dazu gehört die Vertiefung eines Spezialgebiets.

Um nach einer kaufmännischen Berufsausbildung zu einer kaufmännischen Führungskraft aufzusteigen eignet sich die Fortbildung zum Fachwirt verschiedener Branchen. Sie ermöglicht – in einem nächsten Schritt – die Ausbildung zum Betriebswirt, die höchste Weiterbildung nach einer kaufmännischen Berufsausbildung.

Im Fachkräftewegweiser finden Sie zahlreiche Informationen zum Thema geprüfte Abschlüsse (S. 60-61).

Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte

Seit 2009 dürfen Meister und Gesellen sowie Arbeitnehmer mit gleichwertigen Abschlüssen auch ohne schulisch erworbene Berechtigung an bayerischen Hochschulen studieren. Die Handwerkskammern und Industrie und Handwerkskammern bieten vielfach begleitende Weiterbildungsmaßnahmen an, um nach jahrelanger Berufstätigkeit den Einstieg ins Studium zu erleichtern.

Sie interessieren sich für das Thema Hochschulzugang nach beruflicher Qualifikation? Im Fachkräftewegweiser finden Sie weitere Informationen zu den Voraussetzungen, den Möglichkeiten und den Studienvarianten. Zudem erfahren Sie, wer hierzu kompetent beraten kann (S. 60-61).

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