Personalstrategien im demografischen Wandel richten sich an der Weiterentwicklung der Qualifikationen und Kompetenzen sowie am Erhalt der Gesundheit und der Motivation der Belegschaft aus. Sie tragen damit dazu bei, dass Mitarbeiter bis ins Rentenalter leistungsfähig und -bereit bleibt.

Da das Motto „Probleme werden gelöst wenn sie da sind“ bei den Herausforderungen alternder Belegschaft nicht greift, müssten die Personalstrategien rechtzeitig angewendet werden. Frühzeitige Investitionen zahlen sich in der Regel aus, da sich dadurch erhebliche Mehrkosten vermeiden lassen.

Weitere Informationen hierzu, sowie zur Bedeutung von Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft finden Sie im Fachkräftewegweiser (S. 212-213).

Ein Mann sitzt im Büro auf einem Massagestuhl und telefoniert, während er von einer jungen Frau massiert wird. Daneben steht eine junge Frau mit Stift und Notizbuch in der Hand.
Mitarbeiterentwicklung, Arbeitsgestaltung und Gesundheitsmanagement: Unternehmen, die frühzeitige Personalstrategien entwickeln, können später Kosten abwenden. @Shutterstock.com/StockLite

Personalentwicklung: Kompetenzen aufbauen und sichern

Damit alternde Belegschaften wettbewerbs- und innovationsfähig bleiben, müssen Unternehmen zunehmend in Personalentwicklung investieren. Die Möglichkeiten sind hierbei vielfältig.

Der Fachkräftewegweiser bietet hilfreiche Informationen zum Thema Weiterbildung (S. 213).

Wissenstransfer – am besten von Mensch zu Mensch

Neben dem kontinuierlichen Kompetenz- und Qualifikationsaufbau müssen sich Unternehmen in Zeiten des demografischen Wandels mit einem weiteren Thema auseinandersetzen: dem Wissensverlust. Wenn viele gutausgebildete Mitarbeiter in Ruhestand gehen besteht das Risiko, dass Wissen mit ihnen verloren geht. Gerade das Erfahrungswissen älterer Experten stellt für Betriebe oft einen entscheidenden Mehrwert dar. Oft hat es eine lange „Entstehungsgeschichte und ist mit dem jeweiligen Experten verbunden. Es lässt sich deshalb nur eingeschränkt vom Menschen in Checklisten oder elektronische Medien übertragen. Der Erfahrungstransfer von Mensch zu Mensch ist deshalb oft die beste Wahl.

Im Fachkräftewegweiser finden Sie weitere Informationen zum Thema Wissenstransfer. Eine übersichtliche Tabelle stellt die Instrumente der Wissenssicherung dar (S. 214).

Arbeitsgestaltung

Die körperliche Belastung ist heute in vielen Berufen hoch. Dazu kommt, dass in vielen Bereichen auch die psychische Belastung steigt. Bei steigendem Durchschnittsalter der Beschäftigten und der Verschiebung des Renteneintrittsalters besteht akuter Handlungsbedarf für die Arbeitgeber. Die Herausforderung besteht darin die Arbeit so anzupassen, dass der durchschnittliche Beschäftigte im Job auch alt werden kann.

Die zentralen Gestaltungsparameter der Arbeitsgestaltung:

  • Arbeitsumgebung
  • Arbeitsmittel
  • Arbeitsplatz
  • Arbeitsinhalt
  • Arbeitszeit
  • Arbeitsorganisation

Das wichtigste Ziel bei der Gestaltung dieser Parameter ist die weitgehende Reduzierung von körperlichen und/oder psychischen Fehlbelastungen.

Die Erfahrung zeigt, dass bereits erste Schritte und kleinere Maßnahmen bei der Gestaltung mitarbeitergerechter Arbeit positive Auswirkungen auf die Unternehmenskultur haben.

Weitere Informationen zu den Parametern der Arbeitsgestaltung sowie zum betrieblichen Gesundheitsmanagement bietet der Fachkräftewegweiser (S. 215-218). Eine anschauliche Tabelle stellt mögliche Belastungen und denkbare Lösungsansätze dar (S. 216). Ein Exkurs zum Thema Arbeitsrecht rundet das Kapitel ab (S. 218-219).

Weitere Informationen

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