Eine verantwortungsvolle Führungskraft sollte sich früh mit der Frage nach einem künftigen Nachfolger befassen – bestenfalls ab dem 40., spätestens ab dem 55. Lebensjahr.

Bei der Frage nach dem passenden Nachfolger geht es schließlich nicht nur um den Fortbestand des Unternehmens, sondern auch um die Arbeits-platzsicherheit der Mitarbeiter und die Zukunftsfähigkeit der Region. Neben betriebs-wirtschaftlichen und rechtlichen Faktoren sollten dabei auch psychische Faktoren eine Rolle spielen.

Das Bayerische Staatsministerium bietet auf der Website www.unternehmensnachfolge-in-bayern.de Unterstützung zum Thema Unter-nehmensnachfolge. Das Portal bietet u.a. Fakten, Daten, Checklisten und Veranstaltungshinweise.

Weitere Informationen hierzu enthält der Fachkräftewegweiser (S. 167).

Zwei Geschäftsleute blicken in einen Aktenordner. Team steht im Hintergrund.
Bei der Suche und Auswahl einer geeigneten Nachfolge sollten Entscheider besonders auf die verschiedenen Interessen der beteiligten Akteure Rücksicht nehmen. ©gettyimages.de/Troels Graugaard

Die zentralen Nachfolgeoptionen

Unternehmen sollten mögliche Nachfolgeoptionen systematisch prüfen, um den beteiligten Akteuren Planungssicherheit zu verschaffen und den Nachfolgeprozess zu optimieren. Dabei müssen die Interessen aller Beteiligten ernst genommen werden.

Je nach Unternehmenstyp sind unterschiedliche Nachfolgeoptionen denkbar. Sie hängen vor allem auch von der Frage ab, ob der Nachfolger bereits bekannt ist. (Fachkräftewegweiser, S. 167)

Übernahme durch Angestellte – Management-Buy-Out

Oft sind engagierte und erfahrene Führungskräfte im Unternehmen zum Kauf bereit. Ihr Vorteil ist, dass sie bereits genaue Kenntnisse vom Unternehmen haben.

Im Fachkräftewegweiser finden Sie Hinweise zu den Vorteilen und Risiken dieser Nachfolgevariante – übersichtlich dargestellt in einer Tabelle (S.169-170). Außerdem erfahren Sie, wie die LfA Förderbank Bayern eine solche Lösung unterstützen kann (S. 170).

Das Unternehmen wird verkauft – Management-Buy-In

Gibt es keinen Nachfolger in der Familie oder im Kreis der Mitarbeiter? Oder soll der Erlös des Unternehmensverkaufs der Altersvorsorge dienen? Dann kann der Verkauf eine sinnvolle Lösung sein. Von dieser Nachfolgevariante machen bayerische Unternehmen am zweithäufigsten Gebrauch. Unter kleinen und mittleren Unternehmen ist der Verkauf an eine externe Führungskraft am beliebtesten.

Im Fachkräftewegweiser können Sie nachlesen wer als Käufer in Frage kommt und was die Vor- und Nachteile dieser Lösung sind (S. 172-173).

Familieninterne Nachfolge

Die beliebteste Nachfolgeoption ist die familieninterne Unternehmensnachfolge. Rund die Hälfte der bayerischen Unternehmen wünscht sich diese Lösung.

Der Fachkräftewegweiser informiert auf die Vor- und Nachteile eines Nachfolgers aus der Familie und geht auch hier auf die unterschiedlichen Varianten ein (S. 168-169). Auch Fragen zur Erbfolge und zum einem möglichen Testament werden dabei behandelt. Eine Tabelle stellt das Für und Wider familieninterner Nachfolge übersichtlich dar (S. 169).

Eigentum in der Familie – Management übergeben

Wenn sich innerhalb der Familie kein Nachfolger findet oder eine professionelle Führung nur durch hochqualifizierte Manager möglich scheint, bietet sich die Trennung von Unternehmensführung und Eigentum an.  Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft die Unternehmensleitung einem Fremden zu übertragen.

Auch zu dieser Variante finden Sie im Fachkräftewegweiser ausführliche Informationen und Hinweise. Der Wegweiser informiert dabei über die unterschiedlichen Optionen der Variante und stellt in einer Tabelle Für und Wider gegenüber (S. 171-172).

Weitere Informationen

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