Auch in Bayern wird Deutsch gesprochen. Manchmal verwenden die Bayern allerdings eigene bayerische Wörter, die oft sehr ungewohnt klingen und von Region zu Region ganz unterschiedlich sein können. Eine kleine Dialekt-Kostprobe finden Sie hier.

Eine junge Asiatin stößt mit einem Bayer mit langem, weißen Bart und in Trachtenhut und Lederhose mit einem Maß Bier an. Im Hintergrund ist die Bedienung des Biergartens zu sehen.
Es gibt auch Situationen, die bedürfen keiner Übersetzung. © fotolia.com/Infinite XX

Allmächd

fränkisch für „Allmächtiger“, Ausruf höchsten Erstaunens, auch der Anerkennung für Außergewöhnliches

a Maß

bayerisch für: Ein Liter Bier im typischen Krug (unbedingt mit bayerischem Artikel „a“ verwenden)

Babbadeggl

schwäbische Mundart für Führerschein

Boddl

fränkisch für Flasche

Bursch(en)

Junge(n), Knabe(n), junger Mann / junge Männer

Dirndl

Mädchen, junge Frau, auch: traditionelles Festkleid

fesch

gut aussehend, attraktiv

Fix, Kruzifix oder „Zefix“

kräftiger Universalfluch mit vielen Variationen, nicht wirklich ketzerisch

Gaudi

Spaß, Scherz, Erlebnis

Geh weida

zweifelnd, kritisch: „Das meinst Du nicht ernst“, „Jetzt hör schon auf“, „Lass mich in Ruhe“

G’stand’nes Mannsbild

ein echter Kerl, dominant auftretend, auch: korpulent (Gegenteil von à Haring)

Grischbala

fränkisch für Menschen von geringer Körpergröße

Grüß Gott

übliche bayerische Begrüßungsformel

Haring

sehr dünner Mann, Gegenteil von à „G’stand’nes Mannsbild“

Habe d’Ehre

bayerisch / schwäbisch für „Es ist mir eine Ehre“, traditionelle, sehr respektvolle Begrüßungsformel

Host mi!

Bekräftigungsformel, bayerisches „Basta“

Ja mei

bayerische Toleranzformel mit vielen Bedeutungen: „Das macht doch nichts“, „Ist mir egal“, „Ich kann es nicht ändern“; für Könner universal verwendbar.

Ois isi

aus dem Englischen entnommen („Easy“), soviel wie: „Kein Problem, wir schaffen das schon“ oder: „Alles läuft nach Plan“

Prost / Prosit

bayerisch-fränkischer Trinkspruch

Najgschmäggda / Raigschmeggda

fränkisch / schwäbisch für: Neuansiedler

Rossmugga

schwäbisch für Sommersprossen

Sajdla

fränkisch für Bierkrug

Sauber sog I:

Ausruf der Anerkennung und des Staunens über eine ungewöhnliche Leistung. Steigerung: „Da legst Di nieder“

Schau ma moi

bayerisches Laissez-faire, soviel wie „Die Zukunft wird es zeigen“

Schmankerl

typisch bayerische Köstlichkeiten

Schmarrn

ablehnender Kommentar, „So ein Unsinn“

Schneggle

schwäbisch „Schneckchen“: gut aussehendes junges Mädchen

Servus

burschikoser, sehr persönlicher Willkommens- oder auch Abschiedsgruß

A weng

fränkisch, ursprünglich für: ein wenig, wird sehr häufig als Bescheidenheitsformel in gesprochene Rede eingeflochten

Wer ko, der ko

bayerisch für „wer kann, der kann“, Formel des Selbstbewusstseins hinsichtlich der eigenen Fähigkeiten

Wiesn

bayerische Kurzform des Oktoberfests, das auf der Festwiese vor der Stadt statt fand