Mit dem Mietvertrag schließen Sie einen rechtsverbindlichen schriftlichen Vertrag ab. Daher sollten Sie ihn genau prüfen, bevor Sie ihn unterschreiben.

Folgende Punkte müssen Sie mit dem Vermieter im Mietvertrag festhalten:

  • Beginn oder Dauer des Mietverhältnisses
  • Kaltmiete
  • Nebenkosten
  • Kündigungsfrist
  • Höhe der Kaution
  • Renovierung beim Ein- oder Auszug
  • Vereinbarung zum Umgang mit Reparaturkosten
  • Konditionen zukünftiger Mieterhöhungen
Ein Paar nimmt lachend die Schlüssel zu ihrer neuen Wohnung entgegen. Vor ihnen liegt der unterzeichnete Mietvertrag.
Vor der Schlüsselübergabe wird der Mietvertrag unterschrieben. Prüfen Sie ihn genau, schließlich gehen Sie mit Ihrer Unterschrift einen rechtsverbindlichen Vertrag ein. © iStockphoto.com/ xavierarnau

Mietverhältnis: Beginn und Kosten

Der Vertrag sollte den Beginn des Mietverhältnisses enthalten und die Dauer, falls die Miete befristet ist. Außerdem regelt der Vertrag die Kündigungsfrist.

In Deutschland verlangt der Vermieter eine sogenannte Kaltmiete, zu der weitere Kosten hinzukommen: Die Nebenkosten decken die Gebühren für Müllabfuhr, Hausreinigung Heizung und Wasser ab. Welche Nebenkosten anfallen, hängt von der Wohnung und dem Vermieter ab.

Zur Sicherheit des Vermieters erhebt er eine Kaution für die Wohnung. Das bedeutet, dass der Mieter eine Summe an den Vermieter bezahlt, die bis zu drei Monatskaltmieten betragen kann. Der Vermieter ist verpflichtet, den Kautionsbetrag zu verzinsen. Die Kaution sollte deshalb auf ein spezielles Mietkonto überwiesen werden.
Bei Ihrem Auszug erhalten Sie die Kaution zurück, sofern Sie keine Schäden in der Wohnung verursacht haben. Ansonsten darf der Vermieter die Kosten für die Reparatur von der Kaution abziehen.

Kündigungsfristen

Wenn Sie ausziehen möchten, sollten Sie das Ihrem Vermieter fristgerecht mitteilen. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist drei Monate, hier entscheidet aber der Mietvertrag. Auch für den Vermieter gelten Fristen, an die er sich halten muss, falls er die Wohnung selber nutzen möchte und Ihnen kündigt. Je länger Sie in der Wohnung wohnen, umso mehr Zeit bleibt Ihnen, sich eine neue Bleibe zu suchen: drei Monate sind es bei einer Wohndauer von bis zu fünf Jahren, sechs Monate bei einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren, neun Monate bei einer Wohndauer von mehr als acht Jahren.

 

Renovierungsarbeiten

Prüfen Sie die Bedingungen für Renovierungsarbeiten beim Ein- oder Auszug und sprechen mit Ihrem Vermieter ab, für welche Reparaturen Sie zuständig sind und welche er übernimmt. Das kann auch bedeuten, dass Sie sich dazu verpflichten, bestimmte Reparaturen bis zu einer gewissen Höhe selbst zu zahlen.

Bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben, besichtigen Sie gemeinsam mit dem Vermieter oder dem Makler die Wohnung und halten alle Mängel schriftlich fest. Das gilt auch für möblierte Wohnungen oder Zimmer. Hier sollten Sie außerdem notieren, welche Einrichtungsgegenstände zum Mietvertrag gehören und ob diese intakt sind. Das kann Ihnen unter Umständen Ärger und Kosten ersparen. Wichtig ist, dass Vermieter und Mieter das sogenannte Übergabeprotokoll unterschreiben und dass Sie sich hier nicht auf mündliche Zusagen verlassen.

Mieterhöhung und Haustiere

Falls der Vermieter die Miete gestaffelt erhöhen möchte, muss er dies im Mietvertrag festlegen, das gilt für alle Arten von Mieterhöhungen. Falls Sie damit nicht einverstanden sind, müssen Sie neu verhandeln.

Tiere sind nicht überall gern gesehen: Klären Sie vor Abschluss des Mietvertrages, ob Sie ein Tier in der Wohnung halten dürfen und welche Tiere der Vermieter nicht so gerne sieht.